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Das kostenlose Streaming von H.264-Videos bleibt weitere sechs Jahre lang auch für den Anbieter kostenlos, dies geht aus einem Schreiben der MPEG LA hervor. Der bestehende Lizenzvertrag läuft zwar Ende 2010 ab, Lizenkosten aber will der Anbieter im Rahmen einer Ausnahmeregelung auch weiterhin keine erheben, zunächst bis zum 31. Dezember 2016. Auch Apple ist von dieser Ankünfigung betroffen: In Safari-Browser setzt der Hersteller beim kommenden HTML 5-Standard ganz auf H.264, im Gegensatz zu Mozilla beispielsweise.
Die MPEG LA steht stellvertretend für 26 Unternehmen, die Patente an der H264-Technik gesichert haben. Die Verlängerung des kostenlosen Angebots dürfte vor allem das Ziel verfolgen, H.264 die Zeit zu geben, sich als Standard zu entwickeln.
Um die Zukunft des Webs, genauer gesagt um HTML 5, ist seit geraumer Zeit ein Streit entbrannt: Während Safari und Googles Chrome mit den neuen video- und audio-Tags auf das proprietäre H.264-Format setzen, unterstützt Mozilla ausschließlich die Open-Source-Formate Ogg Theora und Ogg Vorbis. Einer der Gründe: Laut Berechnungen der Mozilla-Entwickler würden für die Einbettung des H.264-Decodes pro Jahr rund 5 Millionen US-Dollar anfallen.
Die ab 2011 anfallenden Kosten für die Benutzung des H.264-Codecs beim kostenpflichtigen Streamen sowie Kodieren und Dekodieren von Videos will die MPEG LA erst im Laufe des Jahres bekannt geben.
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