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MACup 06.1999: Software: Dokument-ID entfernen Wie vor kurzem einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, besitzt jedes Dokument, das mit Microsoft Office 97 oder 98 erzeugt wird, eine individuelle und eindeutige Kennummer, die sogenannte GUID (Global Unique Identifier, siehe auch MACup 4/99). Diese Nummer ist für die Benutzer nicht sichtbar, erlaubt es aber, das gekennzeichnete Dokument bis zu dem Programm zurückzuverfolgen, mit dem es erzeugt wurde. Ist dieses Programm bei Microsoft registriert, kann die Firma auf diesem Weg auch den Namen des Autors feststellen ... (Microsoft gibt an, es handele sich dabei um einen Bug und sei somit nicht zu Überwachungszwecken gedacht.)
Wegen der allgemeinen Aufregung und Beunruhigung, die diese Meldung verursacht hat, stellte Microsoft einen Patch zur Verfügung, der die GUID-Funktion aus englischen Versionen von Excel, PowerPoint und Word entfernt; eine deutsche Version ist angekündigt.
Dokumente, die nach Anwendung dieses Patches erzeugt werden, sollen keine GUID mehr enthalten. Um die Kennummer aus schon vorhandenen Dokumenten zu entfernen, sollen alle Office-Anwender laut Microsoft das Dokument öffnen und dann mit Hilfe der Funktion "Speichern unter" sichern. Dabei ist derselbe Name wie bisher zu verwenden, so daß die alte Version des Dokuments überschrieben wird. Bei Word-Dokumenten muß man vor dem Sichern zusätzlich noch die Funktion "Wörter zählen" aufrufen, im Fall von Excel und PowerPoint ist dies nicht nötig. Offensichtlich läßt sich die GUID auf diese Weise jedoch nicht immer entfernen. Einige Anwender empfehlen deshalb folgendes Vorgehen: Öffnen Sie das Dokument und lassen Sie, falls es sich um eine Word-Datei handelt, die Wörter zählen. Sichern Sie das Dokument dann unter einem neuen Namen, und schließen Sie es. Werfen Sie das alte Dokument weg, und geben Sie dem soeben erstellten neuen Dokument den Namen des alten.
Von MACup Redaktion am 10.11.1999 -
 
MACup 07.1999: System: Speichermangel verhindern Wenn sich Adobe Type Manager beim Systemstart über zu wenig Speicherplatz oder Systemressourcen beschwert, hilft es gelegentlich schon, die unsichtbare temporäre Datei "ATM Temp.ATM" im Preferences-Ordner zu löschen.
Dies können Sie zum Beispiel mit ResEdit tun: Öffnen Sie die Datei mit Hilfe des Befehls "Get File/Folder Info", schalten Sie die Option "Invisible" aus, und beenden Sie ResEdit. Jetzt liegt die Datei sichtbar im Ordner und läßt sich ganz normal in den Papierkorb befördern. Nach einem Neustart legt Type Manager die Datei wieder an.
Von MACup Redaktion am 10.11.1999 -
 
MACup 06.1999: Software: Werkzeuge länger im Zugriff Viele Programme bieten Ihnen eine Auswahl von Werkzeugen, mit denen Sie zum Beispiel Linien oder Kreise zeichnen können. Wie lange man mit einem Werkzeug arbeiten kann, ist allerdings sehr unterschiedlich: Einige Programme - zum Beispiel FreeHand oder Photoshop - gehen davon aus, daß Sie ein Werkzeug so lange benutzen wollen, bis Sie ein anderes wählen. Andere, etwa Word oder Claris-Works, setzen die Werkzeugauswahl nach jeder Benutzung auf ein Standardwerkzeug zurück.
In vielen Programmen dieser zweiten Gruppe können Sie ein Werkzeug aber ebenfalls im Zugriff behalten, bis Sie sich für ein anderes entscheiden, indem Sie es mit einem Doppelklick statt durch einfachen Klick auswählen.
Dieser Kniff funktioniert in AppleWorks, Claris Impact, ClarisWorks, FileMaker, FrameMaker, PowerPoint und Word. In XPress erreichen Sie denselben Effekt, wenn Sie ein Werkzeug mit gedrückter Wahltaste auswählen (durch einfachen Mausklick). In RagTime können Sie mit gedrückter Befehlstaste ins Dokument klicken, um das zuletzt benutzte Werkzeug noch einmal zu verwenden.
Von MACup Redaktion am 10.11.1999 -
 
MACup 06.1999: Software: Nach Mustern suchen Jede Textverarbeitungssoftware enthält eine Suchfunktion, und fast alle können auch Sonderzeichen wie Tabulatoren oder Zeilenschaltungen suchen - näheres dazu finden Sie in MACup 7/98, Seite 151. Einige Programme bieten aber auch wesentlich weitergehende Möglichkeiten, zum Beispiel die Suche nach Zeichenmustern.
Dabei können Sie zunächst einmal nach Wörtern suchen, die ein beliebiges Zeichen enthalten. Die Stelle, an der dieses Zeichen stehen soll, wird durch ein Fragezeichen markiert. Mit dem Suchtext "a?t" finden Sie also beispielsweise die Worte "Ast", "alt" oder "Amt", aber nicht "AT" (weil zwischen A und T kein Zeichen steht) oder "Ausritt" (weil zwischen A und T mehr als ein Zeichen steht). Diese Suchfunktion bieten neben FrameMaker und Word auch die Programme TexEdit und PageMaker - hier müssen Sie "^?" eingeben -, VivaPress und XPress - hier geben Sie "?" ein - sowie BBEdit, das als Platzhalter aber statt des Fragezeichens einen Punkt verwendet.
Wenn Sie mit Hilfe einer Suchformel eine Zeichenkette von beliebiger Länge ausfindig machen wollen, verwenden Sie den Asterisk "*". Die Formel "a*t" bedeutet also, daß Sie jedes Wort oder jeden Wortteil suchen (eine für "*" eingesetzte Zeichenkette kann kein Leerzeichen enthalten), das mit einem A beginnt und mit einem T endet. Sie finden jetzt noch immer "alt", "Ast" und "Amt", aber zum Beispiel auch "AT", "Ausritt" und "Alphabet". Diese Suchfunktion gibt es in FrameMaker und Word. In BBEdit müssen Sie "[^ ]*" eingeben, der entsprechende Suchtext lautet hier also "a[^ ]*t".
Schließlich haben Sie auch noch die Möglichkeit, nach Texten zu suchen, die an einer Stelle eines von mehreren Zeichen enthalten. Die fraglichen Zeichen schließen Sie in eckige Klammern ein, so daß etwa die Suche nach "a[ls]t" die Wörter "alt" und "Ast" zutage fördert, aber nicht "Amt". Diese Suchmöglichkeit läßt sich nun auch variieren: so sucht das Programm durch ein vorgesetztes "^" nach Textstellen, in denen die angegebenen Zeichen nicht vorkommen. Mit "a[^ls]t" fände man also "Amt", nicht aber "alt" oder "Ast". Zudem können Sie auch einen Bereich von Zeichen angeben: "a[k-r]t" findet Wörter, die an zweiter Stelle einen Buchstaben zwischen K und R aufweisen, das sind beispielsweise "alt" und "Amt", aber nicht "Ast". Über diese Funktion verfügen BBEdit, Word und FrameMaker (verwenden Sie in Word ein Ausrufezeichen anstelle des "^"wink.
Die genannten Programme enthalten natürlich noch weitere Funktionen zur Suche von Textmustern, die Sie am besten der jeweiligen Programmdokumentation entnehmen.
Insbesondere BBEdit bietet - wie viele andere Editoren für Programmierer - außerordentlich flexible Möglichkeiten, die weit über die hier beschriebenen hinausgehen.
Beachten Sie, daß in FrameMaker und Word die Suche nach Textmustern im Suchdialog eingeschaltet werden muß. Kreuzen Sie dazu "Jokerzeichen" oder "Mit Mustervergleich" an.
Von MACup Redaktion am 10.11.1999 -
 
MACup 06.1999: Online: Probleme mit Firewalls Mit Firewalls - den Schutzvorrichtungen, die Firmennetze vom eigentlichen Internet trennen - kann es bei der Verwendung von Internet Explorer für FTP-Übertragungen zu Problemen kommen. Dateiübertragungen per FTP durch einen Firewall hindurch erfordern, daß das heruntergeladene Programm den sogenannten passiven FTP-Modus benutzt. Internet Explorer 4.5 gibt zwar in seinen Meldungen an, diesen Modus zu aktivieren, tut es aber tatsächlich nicht.
Microsoft bestätigt das Problem, kann aber derzeit keine Lösung anbieten. Apple zufolge schaffen geeignete Einstellungen im Kontrollfeld "Internet" Abhilfe. Klicken Sie dazu im Kontrollfeld auf den Reiter "Erweitert". (Wenn Sie diesen Reiter nicht sehen, müssen Sie über den Befehl "Benutzermodus" im Bearbeiten-Menü "Erweiterte Funktionen" wählen). Klicken Sie auf das Symbol "Dateitransfer", und kreuzen Sie "FTP Passive Mode (PASV) verwenden" an.
Von MACup Redaktion am 10.11.1999 -
 
MACup 07.1999: System: Reihenfolge der Hilfsmaßnahmen beachten Panik setzt aus nachvollziehbaren Gründen beim Anwender ein, wenn eine Festplatte, auf der sich wichtige Daten befinden, plötzlich nicht mehr im Finder erscheint - besonders, wenn kein Backup der Daten vorhanden ist. In solchen Fällen ist es besonders wichtig, einen kühlen Kopf zu behalten und die zur Verfügung stehenden Werkzeuge in der richtigen Reihenfolge anzuwenden.
Datenrettungsapplikationen versuchen entweder, die beschädigten Strukturen auf der Festplatte zu reparieren, oder, Daten von der beschädigten Platte auf ein anderes Volume zu kopieren. Die Reparaturprogramme können zwar oftmals die Probleme beseitigen, verschlimmern sie manchmal aber noch zusätzlich. Aus diesem Grund sollten Sie immer zunächst solche Datenrettungsprogramme verwenden, die die Festplatte unangetastet lassen.
Dazu gehören Norton UnErase - das sich allerdings nur lohnt, wenn File Saver installiert war - und die rund 40 Dollar kostende Shareware DataRescue. Auch DiskWarrior von Alsoft läßt sich für diese Zwecke verwenden: Zwar versucht das Programm ebenfalls, die Plattenstruktur zu reparieren, enthält aber einen Testmodus, in dem das Volume auf dem Schreibtisch erscheint, als wäre es bereits repariert. In diesem Modus kann man Dokumente herunterkopieren, ohne die Festplatte verändern zu müssen. Erst wenn Sie mit diesen Mitteln gerettet haben, was zu retten ist, sollten Sie Reparaturversuche mit DiskWarrior, Erste Hilfe, Norton Disk Doktor oder TechTool unternehmen.

Weiterführende Informationen
DataRescue
Von MACup Redaktion am 10.11.1999 -
 
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